Kuba wurde das erste Land, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt wurde, dass es die Mutter-Kind-Übertragung von HIV und Syphilis beseitigt hat.

Nach der Bestätigung von Carissa F. Etienne, Direktorin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) in Washington, hat die WHO Kuba die erste Zertifizierung in der Welt geliefert, die garantiert, dass ein Land die doppelte Herausforderung erreicht hat, die Übertragung von HIV-infizierten Kindern zu eliminieren und auch der kongenitalen Syphilis.

Fast 1 Million schwangere Frauen weltweit sind jährlich mit Syphilis infiziert. Dies kann zum Tod des Fötus, zum perinatalen Tod oder zu schweren neonatalen Infektionen führen. Einfache und kosteneffektive Screening- und Behandlungsoptionen während der Schwangerschaft, wie Penicillin, können jedoch die meisten dieser Komplikationen eliminieren.

 

Die Errungenschaft Kubas
Das Wissen um all die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen sich das karibische Land seit Jahren befindet, macht dieses Ereignis für die kubanische Medizin, die eine der größten Errungenschaften seiner Geschichte war, noch wertvoller.
PAHO / WHO und ihre Partner arbeiten seit 2010 mit Kuba und anderen Ländern Amerikas bei der Umsetzung einer Initiative zur Beseitigung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV und Syphilis zusammen.

Im Rahmen der regionalen Initiative hat Kuba daran gearbeitet, einen frühzeitigen Zugang zu Schwangerschaftsvorsorge, Tests auf HIV und Syphilis sowohl für schwangere Frauen als auch deren Partner zu gewährleisten, um Frauen, die positiv und ihre Babys testen, eine Alternative zum Stillen und zum Sex zu bieten Prävention von HIV und Syphilis vor und während der Schwangerschaft durch die Verwendung von Kondomen und andere vorbeugende Maßnahmen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von HIV von der Mutter auf das Kind liegt bei 15 bis 45%, wenn die Mutter und das Kind in allen Phasen, in denen eine Übertragung stattfinden kann, retrovirale Mittel erhalten. Nach Angaben der WHO ist die Zahl der jährlich mit HIV geborenen Kinder seit 2009 um fast die Hälfte zurückgegangen, von 400.000 auf 240.000 im Jahr 2013.

Globale Bemühungen
In den letzten Jahren wurden weltweit erhebliche Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, dass Frauen Zugang zu der Behandlung haben, die sie brauchen, um gesund zu bleiben, und dass ihre Kinder frei von HIV und Syphilis sind.

Im Jahr 2007 hat die WHO den Leitfaden „Globale Elimination der kongenitalen Syphilis: Grundlagen und Handlungsstrategien“ veröffentlicht. Die Strategie zielt darauf ab, den weltweiten Zugang zu Syphilis-Tests und die Behandlung von schwangeren Frauen zu erhöhen.

Im Jahr 2011 startete UNAIDS zusammen mit der WHO und anderen Partnern einen globalen Plan mit dem Ziel, bis 2015 neue HIV-Infektionen bei Kindern zu beseitigen und ihre Mütter am Leben zu erhalten. Diese globale Bewegung hat die Innovation und die Beteiligung der Gemeinschaft gefördert, um sicherzustellen, dass Kinder frei von HIV bleiben.

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